
Du hast Spaß am Umgang mit Kindern und begeisterst dich für das Thema Bildungsgerechtigkeit?
Dann suchen wir genau dich!
Werde jetzt ehrenamtliche*r Lesepate*in und teile deine Freude am Lesen regelmäßig mit Kindern!
Deine Belohnung? Jede Menge Spaß, gutes Karma und ein toller Eintrag in deinem Lebenslauf
Das vom Agenda-Arbeitskreis Kultur, Bildung, Sport und Freizeit initiierte Lesepaten-Projekt ist mittlerweile eine fest etablierte Einrichtung in den Schulen und Kindergärten in Wehr. Der Startschuss fiel am 12. November 2004 als am Aktionstag der Stiftung Lesen 18 Vorlesepaten in Schulen und Kindergärten der Stadt vorlasen. Folgeprojekte schlossen sich an, z.B. das italienische Vorlesen im Muttersprachenunterricht der Co.As.Sc.It. e.V. oder zeitlich begrenzte Schulprojekte („Talschüler lesen für Kindergartenkinder“) und zum 10 jährigen Jubiläum des Förderkreises der Mediathek 2008 gab es einen "Vorlesemarathon".
Inzwischen ist der Beitrag der Vorlesepaten zur Leseförderung der Kinder nicht mehr wegzudenken: 15 Lesepaten sind zur Zeit regelmäßig an mehreren Kindergärten und in allen Grundschulklassen in Wehr und Öflingen unterwegs und erfreuen die Kinder mit Vorlesestunden.
Warum das Vorlesen so wichtig ist?
Die Auswirkungen des Lesens sind vielfältig: Wortschatzerweiterung, Stilentwicklung, Entwicklung der Fantasie, Konzentrations- und Denkschulung, Persönlichkeitsentwicklung, Kompetenz zur Informationsbeschaffung und zur Mediennutzung und letztlich der Schulerfolg, um nur einige zu nennen. Um es mit den Worten von James Krüss zu sagen: „Ein Buch, das uns gefällt, hilft weiter durch die Welt“.
Die erste Begegnung mit der Welt der Bücher und Geschichten geschieht lange bevor ein Kind selbst lesen lernt, in der frühen Kindheit in der Familie und im Kindergarten. Oftmals sind dort die Mütter Lesevorbilder und ermöglichen durch das Vorlesen oder Erzählen von Geschichten, durch das gemeinsame Betrachten eines Bilderbuches, das Abtauchen in Fantasiewelten. Damit die Lesemotivation der Schulkinder weiter gefördert wird und kein Lesefrust („Leseknick“) entsteht, ist das Vorlesen von Geschichten im Schulalter weiterhin von großer Bedeutung. Wichtig ist dabei, dass nicht nur die konstanten Bezugspersonen (Eltern, Großeltern, Lehrer), sondern verschiedene Erwachsene ihre Lesefreude zeigen und das Lesen in den Mittelpunkt gemeinsam verbrachter Zeit stellen.
Aber nicht allen Kindern werden in der Familie die Tür zur Welt der Bücher geöffnet. Die Grundlegung der Lesemotivation von Kindern aus lesefernen Elternhäusern ist auf Anregungen und Aktionen im öffentlichen Raum angewiesen. Erleben diese Kinder positive Vorlesesituationen, erwacht in ihnen der Wunsch, diese zu wiederholen. So leisten die Lesepaten einen erheblichen Beitrag nicht ausschließlich zur Erhaltung der Lesemotivation, sondern zum Entstehen einer solchen.
Möchtest du dich dem Kreis der Lesepaten und Lesepatinnen anschließen, melde dich bitte bei Marion Lüber-Schmidt, der Leiterin der Mediathek. Sie vermittelt und organisiert die Einsätze der Lesepaten.
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